Netbook Acer Aspire D150. Foto: Acer.

Netbook Acer Aspire D150. Foto: Acer.

Das Acer Aspire One D150 ist eines der ersten Netbooks, das Intels neuen Atom-N280-Chip einsetzt. Eine Revolution?

Der taiwanische Hersteller Acer hat schon mit dem Aspire One A150 Erfolge gefeiert. Das 8,9-Zoll-Gerät war leicht und klein, also angenehm mobil – und es konnte mit technischen Ideen punkten, die der Konkurrenz nicht eingefallen waren. So gehörte das Netbook mit Recht zu den meist verkauften seiner Kategorie.

Acer wil mit der „One“-Serie Erfolge feiern

Beim Aspire One D150 möchte Acer den Erfolg natürlich gern wiederholen. Und auf dem Papier scheint das auch zu gelingen – vor allem mit einer ungewöhnlich langen Akkulaufzeit. Zwar warben auch andere schon mit „One-Day-Computing“ und ähnlichem, doch das D150 ist tatsächlich das erste Netbook, mit dem man fern jeder Steckdose etwa fünfeinhalb Stunden lang via Wireless LAN im Internet surfen kann, ohne den Bildschirm zu dimmen.

Liegt das am neuen Atom-N280-Prozessor, den Acer erstmals in einem Seriengerät anbieten kann? Immerhin soll der Chip ja deutlich sparsamer mit Energie umgehen als der Vorgänger N270. Allerdings ist der Prozessor das einzige, was Acer beim D150 wirklich erneuert hat – und wenn der Rechenchip 20 Prozent weniger verbraucht, dann wirkt sich das im gesamten System natürlich deutlich schwächer aus. Das eigentliche Geheimnis der langen Laufzeit steckt denn auch im Akku, der für ein Netbook rekordverdächtige 59 Wattstunden speichern kann.

Das Netbook Acer Aspire One D150 ist schön leise

Er ragt denn auch hinten deutlich heraus und bringt das D150 in leichte Schräglage. Die hat den Vorteil, dass sie das Tippen etwas ergonomischer gestaltet. Das ist leider auch nötig, weil der Druckpunkt der Tastatur eher schwammig ist. Die Designer haben leider auch etwas Platz verschwendet – die Tasten könnten ein bisschen größer sein, reichte die Tastatur bis zum Rand des Netbooks. Das Touchpad ist ebenfalls nicht größer als in der 8,9-Zoll-Variante, dass man darauf Fingergesten ausführen kann, ist zwar nett gedacht, wird aber von der zur Verfügung stehenden Fläche erschwert. Seine Klick-Tasten sind nun an den unteren Rand gerutscht, das ist weniger gewöhnungsbedürftig. Angenehm fürs Ohr ist, dass das Aspire One D150 auch in der größten Hektik noch schön leise bleibt.

Test-Fazit von Netbook-Kaufberatung: Nur wegen des neuen Prozessors muss man das Acer Aspire One nicht kaufen. In der Praxis ist kein Geschwindigkeitszuwachs spürbar. Ein Geheimtipp ist eher das Aspire One D150 mit dem N270-Prozessor: Ein Zehn-Zoll-Netbook für 300 Euro! Achtung – im Handel sind auch D150-Varianten mit kleineren Akkus, unter anderem eine optisch identische Sechs-Zellen-Variante mit geringerer Kapazität.

Technische Daten des Acer Aspire One D150

  • Bildschirm 10 Zoll, 1024×600, verspiegelt
  • Prozessor Intel Atom N280
  • Arbeitsspeicher 1 GB
  • Festplatte 160 GB
  • Austattung Kartenleser (4fach), Wireless LAN, Webcam (0,3 MP), Bluetooth
  • Anschlüsse VGA, Ethernet, 3 x USB, Sound
  • Akku 6 Zellen
  • Betriebssystem Windows XP
  • Maße 260 x 185 x 33 Millimeter
  • Gewicht Ca. 1330 Gramm
  • Herstellerpreis 380 Euro

Hier gibt’s mehr Infos zu Acer Netbooks.

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