Die neuen Mini-Rechner erobern die Welt: Egal, Apple MacBook Air oder die neue Generation von Ultrabooks, die extrem flach sind wie das von Asus. Doch auch das „alte Netbook“ hat noch seine Berechtigung. Denn wer nicht aufpasst, kann schnell mal mehrere 100 Euro oder bei den Ultrabooks sogar über 1000 Euro ausgeben. In der großen Kaufberatung sagt Netbook-Kaufberatung, wer welchen Mini-Rechner braucht und was wirklich Sinn macht.

In der schönen neuen Welt der Mini-Rechner regieren vor allem zwei Features: Style, Mobilität und ein scheinbarer Zusatznutzen durch spezielle Apps oder Anwendungen, die bei den Tablet PCs besonders futuristisch wirken, weil jeder mit solch einem Teil die Blicke auf sich zieht. Denn die Tablet PCs bieten das Format einer Zeitschrift, viele Animationen und ein neues Multimedia-Erlebnis. Bei den Mini-Rechnern mit Tastatur geht es hauptsächlich um das „ernste“ Arbeiten mit Programmen wie Windows, Office oder den Apple Pendants. Die erste Frage vor dem Kauf sollte deshalb sein: Wofür brauche ich das Teil überhaupt? Was will ich ausgeben?

Ultrabook - die flache Alternative von Intel

Die Vorteile eines Ultrabook
Extrem flach
edles Gehäuse
extrem schnelles Windows-Booten

Nachteile

Teuer
Performance reicht meistens nicht für Spiele
recht kurze Akkulaufzeit

Mini-Rechner für Tipper – Ultrabook, Macbook oder Netbook?

Wer beispielsweise studiert und einen leichten Mini-Rechner sucht, der nicht so wie das Notebook schwer im Rucksack drückt, hat die Wahl zwischen Netbook, Ultrabook oder dem Mac-Book Air. Wichtig dabei ist für alle Tipper: Der Mini-Rechner sollte einen Formfaktor von mindestens 11 Zoll haben, damit man wirklich bequem tippen kann. Wichtig ist auch das 16:9 Seitenverhältnis, damit man Internet-Seiten in voller Breite auf dem Bildschirm anzeigen kann. Egal, ob Netbook, Ultrabook oder MacBook Air – alle Modelle haben serienmäßig einen WLAN-Anschluss an Bord. Wer allerdings in seinem Arbeitsumfeld noch einen kabelgebundenen Netzwerkanschluss hat, sollte darauf achten, dass auch ein LAN-Anschluss mit dabei ist. Bei Apple und bei einigen Ultrabooks benötigt es dazu Adapter, die allerdings teilweise noch extra kosten. Bei Netbooks ist der Ethernet-Anschluss meistens serienmäßig an Bord.

Das Apple MacBook Air - der erste flache Rechner Foto: Apple

Das Apple MacBook Air - der erste flache Rechner Foto: Apple


Die Vorteile des Apple MacBook Air

gute Akkulaufzeit
beste und hochwertigste Verarbeitung
Nicht viel teurer als ein Ultrabook

Nachteile des Apple MacBook Air
Ethernet-Adapter gegen Aufpreis
kein HDMI-Ausgang

Der Monitor und die Mobilität – was Ultrabook, Macbook und Netbook unterscheidet

Das Display ist ein wesentlicher Punkt. Wer auch draußen oder im Freien mit seinem Mini-Rechner arbeiten möchte, sollte auf eine möglichst starke Hintergrundbeleuchtung achten. Viele Ultra- und Netbooks sind verspiegelt, so dass man sie schlecht ablesen kann. Natürlich gibt es Mini-Rechner mit matten Displays. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Touchpad: Es dient als Mausersatz und sollte möglichst groß sein, damit man die Eingaben bequem machen kann. Wichtig hier: Die Bedienbarkeit der Maustasten, da sie in der Windows-Bedienung eine wichtige Rolle spielen. Leider sind einige Touchpads so unglücklich platziert, dass man beim 10 Finger-Tippen die Pads ausschalten muss, damit man keine Fehleingaben macht. Da hilft dann nur noch eine Maus (die man auch mitschleppen muss) – oder das nervige Umschalten. Eine ganz wichtige Rolle bei der Mobilität spielt auch die Akkulaufzeit – wer viel Zug fährt, dürfte damit kein Problem haben, weil es hier überall Steckdosen gibt. Vier Stunden sind bei vielen Mini-Rechner inzwischen Standard. Und obwohl viele Ultrabooks – ein Warenzeichen von Intel – als technische Pflicht eine Akkulaufzeit von fünf Stunden haben sollen, erreichen sie diese in der Praxis nicht. Beim Fahren im Zug oder beim Autofahren hat man allerdings das Problem, dass es nicht überall WLAN gibt und auch die UMTS-Versorgung äußerst lückenhaft ist. Online arbeiten geht hier teilweise nur punktuell.

Netbooks bleiben die günstigsten Mini-Rechner Foto: Acer

Netbooks bleiben die günstigsten Mini-Rechner Foto: Acer

Die Vorteile eines Netbook
günstig
Anschluss für zweiten Monitor
LAN-Anschluss

Nachteile eines Netbooks
rund 100 bis 200 Gramm schwerer als ein Ultrabook oder Macbook
rund 3 Millimeter dicker als ein Ultrabook oder Macbook
langsames Booten
recht langsam im Vergleich

Die Vorteile von Ultrabook und Macbook

Sie verstehen sich als echte Mini-Rechner: Dünner als 18 Millimeter, wenn das Display kleiner als 14 Zoll ist, und ein Gewicht zwischen 1100 und 1400 Gramm. Ein 11,6 Zoll Netbook wie zum Beispiel das Acer Aspire One ist gut 2,5 Zentimeter „dick“ und wiegt gut 100 Gramm mehr. Der Preisunterschied zum Macbook oder Ultrabook beträgt allerdings gut 700 Euro. Dafür hat man bei den meisten Ultrabooks ein edles Alu-Gehäuse. Weil die meisten Ultrabooks einen besonders schnellen Festplattenspeicher haben, ist das Windows Betriebssystem innerhalb von 15 Sekunden gestartet. Klartext: Sparfüchse bleiben hier beim Netbook und pfeifen auf die edle Hülle. Weil auch die Ultrabook-Prozessoren nicht viel schneller als die Netbook-Prozessoren sind und durch die Intel-Grafik zwar in der Lage sind, HD Videos ruckelfrei zu zeigen. Für eine echte Spiele-Performance reicht es nur bei Ultrabooks mit Nvidia-Grafik wie dem Acer Aspire TimelineU M3-581TG (ab 700 Euro). Das hat auch ein DVD-Laufwerk, einen 15,6 Zoll Monitor, der mit 1366 x 768 Pixeln in dieser Größe allerdings sehr niedrig aufgelöst ist. Mini geht anders, Spiele-Display-Qualität auch. Insgesamt sind Ultrabooks oder das MacBook schneller als Netbooks, können aber das Arbeitstempo hochwertiger Notebooks nicht erreichen.

Mehr Infos über Netbooks gibt es in der Netbook-Kaufberatung.

Die von uns bewerteten Ultrabooks

Netbook oder Ultrabook – was macht Sinn?

Beide Geräteklassen machen nur Sinn, wenn man neben seinem normalen Rechner noch ein leichten mobilen Rechner für unterwegs sucht. Klar sind Ultrabooks schneller und stylisher als Netbooks, wer aber knallhart rechnen muss, dürfte im Netbook oft einen faireren Deal machen. Wer allerdings sich für ein hochwertiges und optisch extrem ansprechendes Gerät entscheidet, hat nur noch die Qual der Wahl zwischen Apple und den anderen Anbietern. Wobei Apple trotz scheinbar hohem Preis oft der bessere Deal ist, wie Tests zeigen. Die Akkulaufzeit ist besser als bei den meisten Ultrabooks, auch die Verarbeitung ist noch einen Tuck besser.

Checkliste vor dem Kauf eines Mini-Rechners

  • Brauche ich einen Ethernet-Anschluss, um beispielsweise in der Firma ins Internet zu kommen?
  • Benötige ich einen Express-Karten-Slot für den Firmenzugang?
  • Brauche ich einen VGA- bzw. HDMI-Anschluss für einen zweiten Monitor?
  • Muss Bluetooth für die Übertragung von Signalen oder Bildern sein?
  • Will ich lieber bequem im Freien arbeiten? Mattes Display
  • Bevorzuge ich bessere Kontraste? Glänzendes Display mit guter Hintergrundbeleuchtung (über 400 cd).

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