AMD-Athlon-Netbook: Packard Bell dot m/a  (Foto: Packard Bell)

AMD-Athlon-Netbook: Packard Bell dot m/a (Foto: Packard Bell)


Das Packard Bell dot m/a fällt aus dem Rahmen: Das Netbook ist nicht nur größer als die Konkurrenz, es wird auch von einem AMD-Prozessor angetrieben.

Die texanische Prozessorschmiede AMD hat noch immer einen guten Ruf – und zwar dafür, bezahlbare Leistung zu bieten. Im Netbook-Markt konnte sie allerdings bisher nicht wirklich Fuß fassen – die Chips der Firma müssen sich zwar in Sachen Leistung nicht verstecken, sind aber keine Stromsparkünstler. Ob das beim Packard Bell dot m/a anders ist?

Das erste AMD-Athlon-Netbook

In Sachen Leistung jedenfalls werden die AMD-Innereien ihrem Ruf gerecht. Im PC-Mark-Benchmark ist das Packard Bell dot m/a etwa zehn Prozent schneller als die Intel-Konkurrenz, obwohl der Athlon 64 L110 nur mit 1,2 Gigahertz getaktet ist. Für High-Definition-Filme oder Multimedia-Bearbeitung reichts aber auch hier nicht, obwohl das Display immerhin den 720p-Modus darstellen könnte.

Außerdem arbeitet der Lüfter des Netbooks nicht eben leise – offenbar hat er ordentlich zu tun. Dafür spricht auch, dass die Akkulaufzeit nicht eben großartig ist. Viereinhalb Stunden W-Lan ohne Steckdosenkontakt – bei Geräten mit 6-Zell-Akku hat man da schon deutlich bessere Ausdauer gesehen. Wie mag das erst beim ebenfalls erhältlichen 3-Zell-Akku aussehen?

Packard Bell dot m/a: Schickes Design

Apropos Aussehen – das Packard Bell dot m/a hat in einem Netbook-Schönheitswettbewerb gute Chancen. Jedenfalls solange noch niemand auf den verspiegelten Oberflächen Fingerabdrücke hinterlassen hat. Besonders die riesige Tastatur kann beeindrucken, sie hat beinahe die Ausmaße einer echten Notebook-Tastatur. Hübsch gestaltet ist sie außerdem – die einzelnen Tasten scheinen beinahe zu schweben. Die Abstände zwischen ihnen sind leider knapp geraten. Dass das Keyboard sich beim Tippen etwas biegt, stört kaum – unpraktischer ist da schon, dass die Touchpad-Tasten etwas schwergängig sind.

Dass das Packard Bell dot m/a größer als die Konkurrenz ist, hat der Hersteller leider nicht zum Einbau zusätzlicher Schnittstellen genutzt. Immerhin bleibt das Gerät auch mit 6-Zell-Akku noch schön tragbar.

Fazit: Neue Besen kehren gut. Nach dem Atom-Einerlei endlich mal ein Netbook, das Größe beweist und auch in Sachen Geschwindigkeit vorn dabei ist. Schade nur, dass Packard Bell die Kür vermasselt und das Netbook wegen seines verspiegelten Bildschirms draußen-untauglich konstruiert hat.

Technische Daten des Packard Bell dot m/a

  • Bildschirm: 11,6 Zoll, 1366×768
  • Prozessor: AMD Athlon 64 L110
  • Arbeitsspeicher: 1 GB
  • Festplatte: 160 GB
  • Austattung: Kartenleser (SD/MS/MSPro/xD), Wireless LAN, Webcam (0,3 MP), Bluetooth
  • Anschlüsse: VGA, Ethernet, 3 x USB, Sound
  • Akku: 6 Zellen / 3 Zellen
  • Betriebssystem: Windows Vista
  • Maße: 286 x 203 x 26 Millimeter
  • Gewicht: Ab 1250 Gramm
  • Herstellerpreis: 399 Euro
Werbung

Kommentare sind geschlossen.