Das es bei Aldi nicht nur günstige Lebensmittel sondern auch Computer gibt, ist nichts Neues. Doch wie so oft stellt sich die Frage: Wie billig darf ein Netbook sein und was kriegt man für wenig Geld? Mit dem Medion Akoya E1222 hat Aldi ein Gerät auf den Markt gebracht, das für unter 299 Euro zu haben ist. Kleiner Preis, kleine Leistung? Oder kann das Medion Netbook ganz groß rauskommen?

Geschwindigkeit: Durchschnitt

Der Atom N450-Prozessor läuft mit 1,66 GHz, das ist Durchschnitt. Und somit gilt für das Akoya das Gleiche wie für fast alle Netbooks: Surfen im Internet und Büroanwendungen sind kein Problem, aber ein „Spielzeug“ ist das kleine Notebook nicht. Neuen Computerspielen oder arbeitsspeicher-fressenden Videoschnitt-Anwendungen ist das Gerät nicht gewachsen.

Display: Durchschnitt

Das 16:9-Display arbeitet mit der Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten. Das ist erneut der allgemeine Standard und eben Durchschnitt, reicht aber für die meisten Programme oder Webpages. Punkten kann das Medion-Gerät mit einem ordentlichen Kontrast. Zwar spiegelt das Glare-Display und macht den Einsatz im Freien nicht gerade zu einem großen Spaß, dank der guten Ausleuchtung und des Kontrastes lässt sich aber zumindest im Schatten halbwegs erkennen, was auf dem Display angezeigt wird.

Fakt bleibt: Für Anwender, die ihr Gerät zumeist draußen einsetzen, sind matte Displays einfach besser geeignet. Hier gilt: In einem billigen Gerät ist eben meist auch kein hochwertiges Display zu erwarten. Irgendwie muss der Preis ja zustande kommen.

Akku: Durchschnitt

Viereinhalb bis fünf Stunden Akkukaufleistung sind nicht spektakulär, aber für ein Gerät dieser Preisklasse auch nicht übel. Der Akku ist allerdings recht groß und wirkt – im stehenden Zustand – für eine deutliche Schrägstellung des Netbooks. Wirklich flach ist es also nicht. Unter den Geräten die etwa 100 Euro mehr kosten, gibt es Modelle, die etwa doppelt so lange Akkulaufleistungen bieten.

Das Lüftergeräusch des Akoya ist durchaus hörbar, erhöht sich aber nicht, wenn der Rechner so richtig gefordert wird.

Verarbeitung: Durchschnitt

Das Medion- Akoya Netbook wird nicht gerade robust, aber auch nicht klapperig. Es sieht nicht schlecht aus, reißt aber optisch auch nicht vom Hocker. Durchschnitt eben.

Ausstattung: Durchschnitt

Windows 7, Webcam, Bluetooth, 4in1-Cardreader, 3x USB und WLAN: All das ist Standard und auch hier vorhanden. Die Festplatte ist mit 250 GB erfreulich groß und bietet viel Platz. Der Arbeitsspeicher ist mit 1GB ein bisschen zu mager, aber dieses Schicksal teilt das Medion Netbook mit vielen anderen Geräten. Auf ein optisches Laufwerk hat Medion verzichtet.

Gewicht: Gut

1150 Gramm für ein Netbook sind ein wirklich gutes Gewicht, im Schnitt sind viele Geräte 150 Gramm schwerer. Auf Reisen ist das ganz angenehm, muss man doch nicht so viel mit sich herum schleppen.

Fazit: Durchschnitt

Mit dem schwarz-silbernen 10.1 Zoll-Netbook bietet Medion ein Einsteigergerät, dass allen gängigen Netbook-Aufgaben gewachsen ist und ausreicht, um im Net zu surfen oder ein Video anzuschauen. Für Office-Anwendungen ist es geeignet, für Spiele nicht.
Die Akkulaufzeit ist für ein Gerät unter 300 Euro okay, das Display kontrastreich und lichtstark, dennoch für den Outdoor-Einsatz nur bedingt geeignet. Durchschnitts-Netbook zu einem günstigen Preis. Für 100 Euro mehr gibt es jedoch deutlich leistungsstärkere Geräte.

Technische Daten des Medion Akoya E1222

  • Bildschirm: 10,1 Zoll, 1024-600 Pixel
  • Prozessor: Intel Atom N450, 1,6 Ghz
  • Arbeitsspeicher: 1 GB
  • Festplatte: 250 GB
  • Ausstattung: Kartenleser (SD), Wireless LAN, Webcam, Bluetooth
  • Anschlüsse: Ethernet, 3 x USB, VGA
  • Akku: 3 Zellen
  • Betriebssystem: Windows 7
  • Maße: 266 x 180 x 25 Millimeter
  • Gewicht: Ab 1050 Gramm
  • Herstellerpreis: rund 300 Euro
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