Beim neuesten Netbook von Medion, dem Akoya Mini E1311 merkt man sehr deutlich, dass schon zwei Zoll mehr Bilddiagonale erheblichen Komfortgewinn bringt. Und auch sonst macht der Akoya eine gute Figur.

Mehr Infos und Bestellmöglichkeit zum Netbook Medion Akoya Mini E1311

Von wegen Größe zählt bei Netbooks nicht

Das E1311, das die deutsche Firma Medion derzeit über ihren Onlineshop anbietet, stand vor einiger Zeit schon in den Läden eines Lebensmitteldiscounters – und zwar als E1312. Technisch und optisch sind zwischen beiden Geräten keine Unterschiede herauszufinden – ob sie wirklich identisch sind, bleibt das Geheimnis von Medion und Aldi. Nicht identisch ist allerdings der Preis, der nun bei 429 Euro liegt, also 30 Euro über dem Discounter-Angebot. Eine kleine Strafe fürs Zuspätkommen also – Vorteil des E1311 ist, dass man sich wenigstens nicht anstellen muss.


>

Hätte sich das Schlangestehen denn gelohnt? Das hängt vom Blickwinkel ab. Wer Netbooks bisher vor allem deshalb ablehnte, weil auf den kleinen Displays mit geringer Auflösung weniger zu sehen war als auf einem richtigen Notebook, der kann nun getrost zuschlagen. Das Display des E1311 ist wirklich eine Augenweide, jedenfalls solange man es nicht mit auf die Parkbank nimmt. Im Freien stört nämlich leider die Glanz-Beschichtung des Geräts, die sich außer auf den Bildschirm auch auf dessen breiten Rand und den Deckel erstreckt.
Kein Glanzpunkt ist hingegen die Tastatur. Die ist zwar schön groß, die Ingenieure haben den Platz wirklich optimal genutzt. Sie biegt sich allerdings beim Tippen unangenehm durch und lässt einen deutlichen Druckpunkt vermissen. Die aufgedruckte Beschriftung wird sicher nicht ewig halten. Das Touchpad ist zwar ebenfalls ausreichend groß, wurde aber leicht nach links versetzt – Viel-Tipper werden es dort erst einmal nicht vermuten. Immerhin bleibt das Gerät im Betrieb schön leise.

Medion Akoya Mini E1311: Leistung satt !

Offenbar ist der eingebaute AMD-Sempron-Prozessor, ebenfalls eine Besonderheit, im E1311 nicht wirklich überlastet. Man sollte ihn nur nicht mit der Aufgabe betrauen, Videos in voller HD-Auflösung mit 1080 Zeilen abzuspielen. Dann kann ihn auch die integrierte ATI-Grafik nicht mehr vor dem Stottern bewahren, die das System sonst auf komfortable rund 1775 Punkte im PC-Mark-2005-Check beschleunigt. Klar, von Spieletauglichkeit ist das E1311 damit weit entfernt, aber es hat ja auch kein optisches Laufwerk.
Dafür besitzt es ungewöhnlicherweise einen HDMI-Port und einen ExpressCard-34-Einschub. Seltsam, dass Medion nicht zu wissen scheint, wie man diesen Port nennt: im Handbuch heißt er nämlich „USB-Card-34“. Zwar ist das Angebot an ExpressCard-Peripherie überschaubar, aber UMTS-Modems und TV-Tuner gibt es schon ein paar in diesem Format.

Netbook-Kaufberatung-Urteil: : Das Medion Akoya Mini E1311 ist vor allem Anwendern zu empfehlen, die gern mehr Übersicht auf dem Bildschirm hätten und auch beim Netbook auf viel Leistung stehen. Der Nachteil: Die Akkulaufzeit liegt trotz des Sechs-Zellen-Akkus hinter der der Konkurrenz. Dafür ist der Preis konkurrenzlos.
Wer mit dem Gedanken spielt, auch gleich das neue schicke Windows 7 auf dem Akoya Mini E1311 zu installieren sollte sich gleich eine Speichererweiterung gönnen. Dann dürfte es auch mit Microsofts neuestem Spross keine Wartezeiten.

Technische Daten des Medion Akoya Mini E1311:

  • Bildschirm: 11,6 Zoll, 1366×768, verspiegelt
  • Prozessor: AMD Sempron 210U
  • Arbeitsspeicher: 1 GB
  • Festplatte: 160 GB
  • Ausstattung: Kartenleser (SD/MS), Wireless LAN, Webcam (1,3 MP)
  • Anschlüsse: HDMI, Bluetooth, Ethernet, 3 x USB, Sound, Expresscard34-Slot
  • Akku: 6 Zellen
  • Betriebssystem: Windows XP
  • Maße: 29 x 20 x 3,1 Zentimeter
  • Gewicht: Ca. 1500 Gramm
  • Herstellerpreis: 429 Euro
Werbung

Kommentare sind geschlossen.